die Geschichte des Whisky

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Whiskey and cigar on wooden background close up

Die ersten hochprozentigen Destillate wurden aller Wahrscheinlichkeit nach schon im 4. Jahrhundert nach Christus in Indien oder China hergestellt. Von dort breiteten sie sich wahrscheinlich nach Griechenland und Ägyptern aus. Jedoch stellte nur eine chinesische Brennerei die Destillate zum Trinken her. Meistens wurden sie als Parfum oder Arzneimittel verwendet.

Die Frage, wie der Whisky nach Schottland und Irland gelangte, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass die Kelten auf ihrer Wanderung nach Europa die Kunst der Destillation mitbrachten. Den Mönchen der keltischen Kirche Irland war dieses Geheimnis bekannt. Während des Mittelalters verbreiteten sie nicht nur das Wort Gottes, sondern auch die Brennereikunst in Schottland und auf dem europäischen Festland.

1494 wurde der erste Brenner namentlich erwähnt. Er war Schotte und hieß Bruder John Cor. Es ist nicht verwunderlich, dass Irland und Schottland gleichermaßen an der Whiskyproduktion beteiligt sind, denn die fast identische geologische und klimatische Lage lässt dies zu. Außerdem verfügt Irland wie Schottland über reines Wasser, Torf, der zum Anheizen der Brennblasen erforderlich ist
und genügend Land auf dem Gerste angebaut werden kann. Auf den schottischen Inseln und in den schottischen Highlands verwendete man gemälzte Gerste zum Brennen von Whisky, dagegen machten sich die Brenner der schottischen Lowlands jede Getreideart zunutze.

In Irland wurde neben ungemälzter Gerste auch Hafer benutzt. 1707 emigrierten viele Nebenerwerbsbrenner nach Nordamerika, da sich England und Schottland vereinigten und Aufstände gegen den Zusammenschluss blutig niedergeschlagen wurden. Mit der Einwanderungswelle des 18. Jahrhunderts entwickelte sich der amerikanische Whiskey. Die Siedler verwendeten ihr Getreide nicht nur zum Backen von Brot, sondern begannen damit Whiskey zu brennen. Zu seiner Herstellung benutzten sie neben Mais aus Kentucky und Tennessee, noch Roggen aus Pennsylvania.

Nachdem die kontinuierliche Brennblase erfunden wurde und Whiskyproduktion zu einem wichtigen Industriezweig geworden ist, verdrängte der neue leichtere Whisky die irländischen Destillate.
Die irländischen Hersteller hatten, vor allem im Ausland, große Absatzprobleme, da ihre Produkte nicht mit dem Blended Scotch (verschnittener Whisky aus Schottland) mithalten konnten.
Der eingeschränkte Alkoholkonsum in Amerika trug natürlich auch einen Teil dazu bei. In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich Whisky zu einem hochqualitativen Produkt, dass nicht nur bei
Whiskyliebhabern, sondern auch bei Laien, gefallen fand. Neben Bourbon und Irish Whisky, liegt vor allem Malt Whisky voll im Trend.