das richtige Glas

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In der heutigen Zeit wird allzuviel über Herkunft, Ausbau, Verarbeitung, Säuregehalt, Alkoholgehalt und vieles mehr diskutiert. Zweifelsohne wichtige Faktoren für Crémant und Wein. Aber viel wichtiger ist doch der Weg aus der Flasche hin zum Konsumenten. Das richtige Glas erst ermöglicht es dem Crémant oder Wein sein volles Aroma zu präsentieren.

Crémant

Für Cremant ist es entscheidend das der Geschmack und die Perlage vom Glas optimal dargestellt werden. Dabei soll die Perlage gebündelt werden und der Geschmack in Vollendung präsentiert werden. Über die Laufe der Jahre haben sich hier 2 Glasformen besonders geeignet.

Die Flöte, entwickelt im 18. Jahrhundert, ein langbauchiges Glas mit 2 Eigenschaften. Zum Einen wird durch die bauchige Form die Entfaltung der Perlage gefördert und zum anderen wird der Crémant hier auf eine schmale Oberfläche konzentriert, so dass sich das Bouquet gut entfalten kann und darstellen kann. Allerdings kann sich durch die gradlinige Öffnung das Aroma schnell verflüchtigen.

Die Tulpe ist daher besser geeignet, da sie nach oben wieder etwas schmäler wird und somit sich das Aroma nicht so schnell verflüchtigt, wie bei der Flöte. Durch diese besondere Form taucht die Nase des Konsumenten in das Glas ein und kann so den Duft der Säure sehr gut wahrnehmen.

Wein – Rotwein

Auch beim Rotwein hat sich im Laufe der Jahre die Tulpenform durchgesetzt. Aus den selben Gründen, wie beim Crémant. Die am oberen Ende leicht schmäler werdende Form lässt den Rotwein optimal in die Nase gehen. So kann der Konsument den Duft des Weines zuerst aufnehmen, bevor die Lippen den Geschmack wahrnehmen. Rotweingläser sollten einen langen Stiel haben, dadurch wird die Berührung des Kelches vermieden und der Wein in seiner  Temperatur nicht beeinträchtigt. Die Länge des Stiel ist auch sehr wichtig, sie sollte nicht zu kurz sein, da das Glas am Stiel geschwenkt wird. Nur so kommt es erst zur Freisetzung sämtlicher, weintypischen Aromastoffe. Die Größe des Kelches sollte dem Alter des Weines angepasst werden. So gelangt mehr Luft an den Wein und die Entfaltung des Bouquets wird gefördert. Ein Weinglas sollte immer glasklar sein, um die Farbe des Weines bei der Sichtprüfung gut erkennen zu können.

Wein – Weißwein

Für Weißwein hat sich ebenfalls die Tulpenform als ideal erwiesen. Die Argumente der Geruchsprüfung bei der Verkostung sind einfach unübertroffen. Im Gegensatz zum Rotweinglas sollte das Weißweingals allerdings einen kurzen Stiel haben, das Weißwein fast nur gut gekühlt serviert wird. Auch die Größe des Kelches ist nicht allzu variabel, ein großer Bauch zur Entfaltung des Bouquets ist hier nicht nötig. Junge Weißweine entfalten in solchen Gläsern Ihre Frische am Besten. Auch hier gilt: ein Weinglas sollte immer glasklar sein.

Für Crémant- und  Weingläser sollten möglichst dünnwandige Gläser verwendet werden, denn hier erfolgt der Kontakt zum Glas direkt, man spitzt die Lippen beim Trinken aus dünnwandigen Gläsern so, dass sich die Flüssigkeit von der Zugenspitze in den Mundraum verteilt. Dabei kommen alle Geschmacksknospen der Zunge in Kontakt mit der Flüssigkeit und nehmen so viel mehr Aromen wahr.